Eine Woche auf Dienstreise…

Ich war eine Woche im Nahen Osten auf Dienstreise und bin nun völlig ausgelaugt. Auch weil ich mich nicht so geben konnte wie es mir liegt.

Das erinnerte mich erschreckender Weise an alte Zeiten. Ich bin nun zu Hause und genieße erstmal die Ungezwungenheit der eigenen vier Wände.

Wenn nun noch mein Männertodesschnupfen weggeht, dann ist alles schickie.

Ob ich mir nun einen Sissy-Porno reinziehe um abzuschalten? Das wäre mal ein netter Beginn für das Wochenende.

Im diesem Sinne seid gedrückt, ich hoffe Ihr habt ein schönes Wochenende – vielleicht habt ihr ja tolle Dinge vor, die Ihr mitteilen möchtet .

Küsschen

Kathi

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Männlicher Körper, weibliche Kleidung

Es passt oft einfach nicht zusammen. Mal unabhängig von den Größen – ich bekomme meine primären männlichen Geschlechtsmerkmale z.B. einfach nicht vernünftig in einen Damenslip. Was nützt die schönste Wäsche wenn es zwickt und zwackt oder wenn die Hälfte rausschaut. Oftmals frustriert ziehe ich dann doch enge männliche Shorts an. Das ist vom Gefühl her okay, aber es passt oft nicht zum Körpergefühl.

Ich weiß… das ist ganz schönes rumgejammer. Ich bin nur gerade frustriert vom shoppen und online shoppen. Das sind so Momente wo ich mir einen Schalter wünsche um gewisse Dinge für den Moment zwischen den Geschlechtermerkmalen umschalten zu können. Es müsste ja gar nicht alles weg sein, aber viel kleiner dürfte es manchmal sein.

Irgendwie schizophren so zwei Anteile im gleichen Körper zu haben und der eine ist wohl oft genug im Hintertreffen, während der andere alle Vorzüge hätte. Nur genießen der gegebenen Dinge ist halt schwer. Es fehlt dann doch etwas.

Ich möchte Euch nicht weiter nerven. Das war mehr so ein auskotzen ins Tagebuch.

Küsschen

Kathi

Ps:

Gedanken…

Tool ist manchmal echt harte Kost und in ihren Augen sind wir wohl alle nur sprechende Affen, die sich gegenseitig neiden und deswegen sich bekämpfen.

Keine Ahnung warum das Lied mich heute so berührt.

https://genius.com/Tool-right-in-two-lyrics

Meine Geschichte – neues Leben, neues Glück…

Wie gesagt, meine heutige Freundin, war auch meine Affäre innerhalb meiner Ehe. Um meine Ehe noch retten zu können, habe ich damals den Kontakt abgebrochen. Aus heutiger Sicht, ist der Satz so schizophren wie er nur sein kann.

Ich traf mich mit Ihr um die offenen Fragen stellen zu können oder um mich auch Ihr stellen zu können. Nach der sehr devoten Phase zuvor, habe ich auch direkt alle vorhandenen Neigungen auf den Tisch gelegt. Das war mein erstes großes Outing im richtigen Leben. Ich war sehr nervös, aber es war einfacher als gedacht. Zu dem Zeitpunkt, sah ich meine weibliche Seite allerdings nur im Kontext meiner devoten Neigungen. Sie war – völlig unerwartet für mich – Feuer und Flamme. Von Anfang an, wollte sie meine weibliche Seite sehen und erleben. Und das nicht nur im devoten Kontext meiner Sissy-Rolle.

Ich konnte das aber so nicht. Schließlich war da immer noch diese Dom-Male und Sub-Female Beziehung zwischen uns im Raum. Ich ließ mich auf so manche Session ein und war dann aber wieder froh in meine männliche Schutzhülle kriechen zu können.

Männliche Schutzhülle? Mein männlicher Teil, den ich in den letzten fast 42 Jahren ausschließlich ausgelebt habe. Da kenne ich alles und kann mit allem umgehen.

Über die letzten fast drei Jahre reifte aber in mir das Verlangen, das alles zu kombinieren. Und zum Glück ist meine Freundin hier auch die richtigen Person an meiner Seite. Wir gehen zusammen Nagellack kaufen, shoppen Schuhe und Klamotten. Wobei ich vieles einfach auf Grund meiner Größe im Internet bestelle.

Wir teilen beide die gleichen Fetisch für Latex, High Heels usw. Das macht unser einkaufen auch immer recht einfach, wobei ich da oft genug neidisch bin, da es für ihre tolle Figur einfach die schöneren Klamotten gibt. Irgendwie fühlt sich das wie Jammern auf hohem Niveau an ;]

Vor drei Jahren wäre an solchen Neid nich zu denken gewesen. Ebenso wie der Sex zwischen uns…

Sex läuft bei uns seit längerem eher im Genderfluiden Bereich für mich ab. Ich penetriere sie, aber trage dabei z.B. Overknee-Strümpfe und High Heels. Ich bin dabei immer seltener einfach nur devot. Auch ein erstaunlicher Wandel.

Alles in allem bin heute kein anderer Mensch, ich kann aber endlich zu all meinen Facetten stehen – zumindest im privaten. Im Berufsleben sieht das wohl noch anders aus – trotz aller Compliance, diversity und inclusion. Den Schritt wage ich mich nicht – zumindest nicht vollständig. Seit einigen Wochen trage ich (sehr dezenten) Nagellack und längere Fingernägel. Zudem trage ich z.B. Halstücher oder bunte Ringelsocken. Es reicht mir um mich femininer zu fühlen, aber so wirklich weiblich ist es halt nicht. Mal schauen was ich mir das noch einfallen lasse 😉

Weil es gerade nötig ist…

Zu viele Wunden entstanden meiner Hand,

zu viel kaputt gemacht,

weil ich den andren Weg nicht fand.

Heute schaue ich mir ins Gesicht,

und spüre es ist gut so wie es ist.

Es ist gut so wie’s jetzt ist!

https://youtu.be/xEEJTqi4kkw

Deswegen ist das gerade nötig

Weibliche dominante Seite bei mir?

Ich hatte mein erstes weibliches Alter-Ego auf einer Online-Plattform als „Online Domina“ – irgendwie peinlich darüber zu schreiben, da ich da so ein völliger Online-Fake war.

Seit ich mich mit dem Thema Genderfluid beschäftige, wird mir immer mehr bewusst, dass ich hier in alle Richtungen und „Mischungen“ offen bin. Eine etwas merkwürdige Erkenntnis, da ich zuvor immer nur weiblich und devot sein konnte. Bis auf die Zeit als Fake online Domina. Es ist also die Frage, wie sehr Femdom kann ich sein? Ist das etwas anderes als wenn ich Maledom bin? Gibt es sowas wie ein Fluiddom in mir? Echt bemerkenswerte Fragen.

Es wäre schön jemanden zu finden, der hier mehr Erfahrung als fluide Person hat wie ich. Vielleicht ist ja jemand unter der Leserschaft in der Lage mir zu helfen. Das wäre super.

Warum non-binary?

Ich selbst sehe mich ja als non-binary Person. Doch was bedeutet das denn? Es gibt da sicherlich einige Quellen im Internet wie z.B. das Wiki von nibi.space.

Non-binary oder auch Genderqueer ist ein Begriff für Menschen, die sich weder eindeutig männlich noch eindeutig weiblich fühlen. Aus meiner Sicht, ist das eine besondere From der Transsexualität, da man sich hier mit dem genetisch vorgebenden Geschlecht nicht vollständig oder nur partiell identifizieren kann.

Ich selbst weiß schon einiges länger, dass ich nicht wirklich eindeutig in Bezug auf meine sexuelle Identität bin. Allerdings war ich immer der Meinung eine männlich-zu-weiblich Transsexuelle zu sein. Aber das passte genauso wenig wie einfach ein Bio-Mann zu sein. Die Wahrheit lag schon immer zwischen beiden Geschlechtern.

Ich bin gerne männlich, genauso wie ich es genieße meine weiblichen Teile ausleben zu können.

Als das verstanden habe, wusste ich insbesondere, dass ich auch eher ein/eine Genderfluide bin. Also jemand der sich zwischen den Geschlechtern bewegen muss/möchte. Welche Befreiung nach 40 Jahren Identitätskrisen.

Das erklärt auch das negative Empfinden bzgl. meiner weiblichen Seite. Die war immer mit Unterwerfung und Demütigung verbunden. Anscheinend habe ich meine Unsicherheit und das Gefühl etwas schlechtes zu sein, auf meine sexuelle Identität übertragen. Das männliche ist akzeptiert, das weibliche ist pervers. Warum sollte ich dann stolz auf meine Weiblichkeit sein?

Seit ich mich als genderfluid erkannt habe, hat sich das durchaus geändert. Dominant/devot und männlich/weiblich sind unabhängige Teile meiner Identität geworden. Wer weiß wie sich das in Zukunft zusammen „stöpselt“ 😉