OT: Rechtschreibung, Zeichensetzung, Deppenleerzeichen, Plenk, seit/seid…

Eines vorweg: Ich war schon immer grottenschlecht in Deutsch oder anderen Fremdsprachen. Diktate waren der absolute Graus. Auch heute tue ich mir oft genug schwer. Ich vermute ich habe eine ausgeprägte Legasthenie oder Schreibschwäche, die nie richtig diagnostiziert wurde.

Und trotzdem habe ich mich über die Jahre durch Disziplin selbst so weit gebracht, in einem einigermaßen korrektem Deutsch zu schreiben – zumindest wenn ich mir selbst genug Zeit lasse.

Um so schlimmer ist es für mich, wenn ich Dinge wie „Ihr seit ja echt komisch“, „Seid ich Dich kenne…“, „ich glaube nicht ,dass Du das kennst“ usw. sehe. Ich kann Menschen (mit Deutsch als Muttersprache) immer weniger ernst nehmen, die sich hier so wenig Mühe geben.

Für mich ist das ein täglicher Kampf, um meine eigene Unzulänglichkeit in den Griff zu bekommen. Anderen Menschen ist das einfach egal.

Gibt es hier noch jemanden der ähnlich unterwegs ist?

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Was ist Glück?

Für mich ist Glück,

  • dass ich mich selbst gefunden habe,
  • dass ich geliebt werde so wie ich bin,
  • dass ich selbst liebe,
  • dass ich meine verschiedenen Teile ausleben und leben kann,
  • dass ich nicht mehr an mir zweifle,
  • dass ich weiß was ich nicht bin,
  • dass ich meinen Weg gehe, wohin er mich auch führt,
  • dass ich mich so frei und glücklich fühle wie noch nie,
  • dass ich das alles so formulieren kann,
  • dass ich mich mit Musik durch die kleinen Tiefen im Leben bringen kann,
  • ….

Was ist Glück für Euch?

Eine Woche auf Dienstreise…

Ich war eine Woche im Nahen Osten auf Dienstreise und bin nun völlig ausgelaugt. Auch weil ich mich nicht so geben konnte wie es mir liegt.

Das erinnerte mich erschreckender Weise an alte Zeiten. Ich bin nun zu Hause und genieße erstmal die Ungezwungenheit der eigenen vier Wände.

Wenn nun noch mein Männertodesschnupfen weggeht, dann ist alles schickie.

Ob ich mir nun einen Sissy-Porno reinziehe um abzuschalten? Das wäre mal ein netter Beginn für das Wochenende.

Im diesem Sinne seid gedrückt, ich hoffe Ihr habt ein schönes Wochenende – vielleicht habt ihr ja tolle Dinge vor, die Ihr mitteilen möchtet .

Küsschen

Kathi

Männlicher Körper, weibliche Kleidung

Es passt oft einfach nicht zusammen. Mal unabhängig von den Größen – ich bekomme meine primären männlichen Geschlechtsmerkmale z.B. einfach nicht vernünftig in einen Damenslip. Was nützt die schönste Wäsche wenn es zwickt und zwackt oder wenn die Hälfte rausschaut. Oftmals frustriert ziehe ich dann doch enge männliche Shorts an. Das ist vom Gefühl her okay, aber es passt oft nicht zum Körpergefühl.

Ich weiß… das ist ganz schönes rumgejammer. Ich bin nur gerade frustriert vom shoppen und online shoppen. Das sind so Momente wo ich mir einen Schalter wünsche um gewisse Dinge für den Moment zwischen den Geschlechtermerkmalen umschalten zu können. Es müsste ja gar nicht alles weg sein, aber viel kleiner dürfte es manchmal sein.

Irgendwie schizophren so zwei Anteile im gleichen Körper zu haben und der eine ist wohl oft genug im Hintertreffen, während der andere alle Vorzüge hätte. Nur genießen der gegebenen Dinge ist halt schwer. Es fehlt dann doch etwas.

Ich möchte Euch nicht weiter nerven. Das war mehr so ein auskotzen ins Tagebuch.

Küsschen

Kathi

Ps:

Gedanken…

Tool ist manchmal echt harte Kost und in ihren Augen sind wir wohl alle nur sprechende Affen, die sich gegenseitig neiden und deswegen sich bekämpfen.

Keine Ahnung warum das Lied mich heute so berührt.

https://genius.com/Tool-right-in-two-lyrics

Meine Geschichte – neues Leben, neues Glück…

Wie gesagt, meine heutige Freundin, war auch meine Affäre innerhalb meiner Ehe. Um meine Ehe noch retten zu können, habe ich damals den Kontakt abgebrochen. Aus heutiger Sicht, ist der Satz so schizophren wie er nur sein kann.

Ich traf mich mit Ihr um die offenen Fragen stellen zu können oder um mich auch Ihr stellen zu können. Nach der sehr devoten Phase zuvor, habe ich auch direkt alle vorhandenen Neigungen auf den Tisch gelegt. Das war mein erstes großes Outing im richtigen Leben. Ich war sehr nervös, aber es war einfacher als gedacht. Zu dem Zeitpunkt, sah ich meine weibliche Seite allerdings nur im Kontext meiner devoten Neigungen. Sie war – völlig unerwartet für mich – Feuer und Flamme. Von Anfang an, wollte sie meine weibliche Seite sehen und erleben. Und das nicht nur im devoten Kontext meiner Sissy-Rolle.

Ich konnte das aber so nicht. Schließlich war da immer noch diese Dom-Male und Sub-Female Beziehung zwischen uns im Raum. Ich ließ mich auf so manche Session ein und war dann aber wieder froh in meine männliche Schutzhülle kriechen zu können.

Männliche Schutzhülle? Mein männlicher Teil, den ich in den letzten fast 42 Jahren ausschließlich ausgelebt habe. Da kenne ich alles und kann mit allem umgehen.

Über die letzten fast drei Jahre reifte aber in mir das Verlangen, das alles zu kombinieren. Und zum Glück ist meine Freundin hier auch die richtigen Person an meiner Seite. Wir gehen zusammen Nagellack kaufen, shoppen Schuhe und Klamotten. Wobei ich vieles einfach auf Grund meiner Größe im Internet bestelle.

Wir teilen beide die gleichen Fetisch für Latex, High Heels usw. Das macht unser einkaufen auch immer recht einfach, wobei ich da oft genug neidisch bin, da es für ihre tolle Figur einfach die schöneren Klamotten gibt. Irgendwie fühlt sich das wie Jammern auf hohem Niveau an ;]

Vor drei Jahren wäre an solchen Neid nich zu denken gewesen. Ebenso wie der Sex zwischen uns…

Sex läuft bei uns seit längerem eher im Genderfluiden Bereich für mich ab. Ich penetriere sie, aber trage dabei z.B. Overknee-Strümpfe und High Heels. Ich bin dabei immer seltener einfach nur devot. Auch ein erstaunlicher Wandel.

Alles in allem bin heute kein anderer Mensch, ich kann aber endlich zu all meinen Facetten stehen – zumindest im privaten. Im Berufsleben sieht das wohl noch anders aus – trotz aller Compliance, diversity und inclusion. Den Schritt wage ich mich nicht – zumindest nicht vollständig. Seit einigen Wochen trage ich (sehr dezenten) Nagellack und längere Fingernägel. Zudem trage ich z.B. Halstücher oder bunte Ringelsocken. Es reicht mir um mich femininer zu fühlen, aber so wirklich weiblich ist es halt nicht. Mal schauen was ich mir das noch einfallen lasse 😉

Weil es gerade nötig ist…

Zu viele Wunden entstanden meiner Hand,

zu viel kaputt gemacht,

weil ich den andren Weg nicht fand.

Heute schaue ich mir ins Gesicht,

und spüre es ist gut so wie es ist.

Es ist gut so wie’s jetzt ist!

https://youtu.be/xEEJTqi4kkw

Deswegen ist das gerade nötig